Das Wort stammt vom rus­si­schen „Sub­bo­ta“ (Суббота), was schlicht “Sams­tag“ heißt. Ein „Sub­bot­nik“ war ursprüng­lich ein frei­wil­li­ger Arbeits­dienst am Sams­tag, ein­ge­führt nach der Rus­si­schen Revo­lu­ti­on, um das zer­stör­te Land gemein­schaft­lich wie­der auf­zu­bau­en – durch zusätz­li­che, unent­lohn­te Arbeit, qua­si aus revo­lu­tio­nä­rer Lie­be zur Sache. 🛠️❤️

In der DDR wur­de der Subot­nik dann zu einem regel­mä­ßig orga­ni­sier­ten Gemein­schafts­ein­satz, bei dem Bür­ger:innen manch­mal frei­wil­lig, manch­mal freiwillig-verpflichtet – die Umge­bung ver­schö­ner­ten: im Namen des Fort­schritts – oder wenigs­tens im Namen des Haus­warts, des Freund­schafts­rats­vor­sit­zen­den, des FDJ-Gruppenleiters oder des letz­ten Par­tei­se­kre­tärs, der schon wie­der ver­ges­sen hat, wor­um es ging – aber Haupt­sa­che alle sind da. Und all das natür­lich am Sams­tag, dem Tag des sozia­lis­ti­schen Kehr­aus.

🤝 Subotnik & DSF - Wer erinnert sich noch an die DSF – die Deutsch-Sowjetische Freundschaft?

Ein sozia­lis­ti­scher Ver­ein zur För­de­rung des inter­na­tio­na­len Grup­pen- bzw. Klas­sen(kampf)kuschelns: Gemein­sa­me Bas­tel­stun­den, Lie­der über Lenin und die Okto­ber­re­vo­lu­ti­on, Pio­nier­nach­mit­ta­ge mit rus­si­schem Tee – oft damp­fend aus dem Samo­war – und natür­lich: gemein­sa­mer Subot­nik als ritu­el­les Sym­bol der Völ­ker­freund­schaft!!!

Die inner­so­zia­lis­ti­schen Wider­sprü­che hin­ge­gen woll­te man par­tout nicht sehen — wobei jeg­li­che Ver­glei­che zur heu­ti­gen Gesell­schafts­form, z. B. die völ­lig sinn­ent­leer­te Aus­beu­tung des Men­schen durch den Men­schen„ (inzwi­schen zum Welt­kul­tur­er­be erklärt?)” rein zufäl­lig und über­haupt nicht gewollt gewollt sind. 😉

🧠 Heu­te sagen wir dage­gen: Vater Staat - den Mut­ter Natur gar nicht vor­ge­se­hen hat — hat uns auf mensch­li­cher Ebe­ne völ­lig kaputt­ge­spart. Jetzt machen wir uns selbst heil. Aber nicht durch Arbeit am Pflas­ter-, son­dern durch Arbeit am See­len­stein. 🧱🧠✨

Subot­nik Rel­oa­ded bedeu­tet: 👉 Dies­mal wird nicht nur die Stadt, das Dorf oder der Betrieb sau­bär – son­dern end­lich auch unser Inne­res. Und das Bes­te? Ganz frei­wil­lig! Wirk­lich!! Also so rich­tig!!! Ganz ohne Anfüh­rungs­zei­chen – “Fast“ … oder wie es James Dar­rell Edwards III ali­as Agent J. aus “Men in Black“ aus­drü­cken wür­de...

Erscheinen Siesonst weinen Sie!

PS: Einer der wich­tigs­ten Leit­sät­ze (nicht nur) bei den Subotnik-Einsätzen war übri­gens: „Aus den Betrie­ben ist noch viel raus­zu­ho­len“ – was schon zu (pseu­do-)sozia­lis­ti­schen Zei­ten sehr mate­ri­ell- bzw. mate­ri­all-orga­ni­sa­to­risch gedacht war. 😲


Bert­hold Brecht / (wei­ter­ver­edelt(?) von Micha­el Fielsch)

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Das Auge des Horus
Das Auge des Horus — Urhe­ber unbe­kannt

Wer nicht tief beob­ach­tet, bleibt ein Spiel­ball sei­ner Pro­jek­tio­nen.


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