Micha­el Fielsch – Juni 2025

Beiblatt zur Bewerbung für den „Ulrike-Fritze-Lindenthal-Antistigma-Preis“

Wei­te­re und wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf den Therapie-Festival-Webseiten – über die Menü­punk­te in der seit­li­chen Sei­ten­leis­te. (Auf mobi­len Gerä­ten sitzt die­se meist ganz unten – dann ist sie die unte­re seit­li­che Sei­ten­leis­te.)


Warum dieses Beiblatt?

In der DDR galt – ganz ernst­haft – gemäß Bau­ord­nung, dass in Wohn­ge­bäu­den ab mehr als fünf Voll­ge­schos­sen („sechs Stock­wer­ke“) ein Auf­zug ein­ge­baut sein muss­te. Prak­tisch umging man die­se Pflicht aber dadurch, dass man Häu­ser mit effek­tiv sechs Eta­gen als „5 + 1“ bezeich­ne­te – also offi­zi­ell fünf Eta­gen plus ein „ver­steck­tes“ Dach­ge­schoss oder als Staf­fel­ge­schoss, um recht­lich unter der Auf­zugs­pflicht zu blei­ben.

Die­se Moge­lei mach­te durch­aus Sinn. Denn so konn­te man die Häu­ser, obwohl sie sechs Stock­wer­ke hat­ten, ohne Auf­zug bau­en und viel Geld, das sowie­so nicht vor­han­den war, ein­spa­ren – ein staat­lich gewoll­ter und somit staat­lich legi­ti­mier­ter Betrugs­um­standauf Basis kol­lek­ti­ver Selbst­täu­schung, deren psy­cho­lo­gi­sche Ursa­chen oft auch in den „nega­ti­ven Aspek­ten der Grup­pen­dy­na­mik“ zu fin­den sind – der mich schon als jun­ger Mensch inner­lich kopf­schüt­telnd fas­zi­nier­te (wobei ich heu­te sehr auf­pas­sen muss, auch des­we­gen kein Schleu­der­trau­ma zu bekom­men.* 😉

*) Jeg­li­che Ähn­lich­kei­ten mit heu­te gewoll­ten staat­li­chen Betrü­ge­rei­en bzw. Moge­lei­en – wie z. B. die fol­gen­den – sind natür­lich rein zufäl­lig:

  • Befris­te­te Ver­trä­ge in Dau­er­ket­ten: Statt unbe­fris­tet ein­zu­stel­len, wer­den in Schu­len, Unis, Pfle­ge­ein­rich­tun­gen usw. Men­schen auf X + 1 Jah­re befris­tet, immer wie­der ver­län­gert – aber nie fest über­nom­men.
  • Jobcenter-Maßnahmen statt ech­ter Hil­fe: Statt tat­säch­li­cher Teil­ha­be gibt’s Maß­nah­me an Maß­nah­me – mit dem Schein von Beschäf­ti­gung. For­mal alles kor­rekt, aber inhalt­lich oft: Null För­de­rung, Null Zukunft.
  • „Frei­wil­li­ge“ Teil­nah­me an Zwangs­maß­nah­men: Vie­le sozia­le Unter­stüt­zungs­pro­gram­me wer­den heu­te als „frei­wil­lig“ gela­belt, sind aber fak­tisch mit Sank­tio­nen ver­bun­den.
  • Trans­pa­renz­por­ta­le mit Intrans­pa­renz: Behör­den geben sich sehr modern – aber wich­ti­ge Infos lie­gen in schwer auf­find­ba­ren Unter­ord­nern, in For­ma­ten, die kein Mensch öff­net. Man gibt Aus­kunft – aber so, dass nie­mand etwas davon hat.
    → „Hier ist der Fahr­stuhl. Funk­tio­niert nur nicht.“
  • Man ruft zur Inklu­si­on auf – aber nur, wenn die Antragsteller:innen ein Projektleiter-Zeugnis, eine Kör­per­schafts­form und 5 Jah­re Erfah­rung nach­wei­sen.
    → Inklu­si­on mit VIP-Schleuse.
Das Auge des Horus
Das Auge des Horus — Urhe­ber unbe­kannt

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